Ksar Ghilane: die Oase und ihre heiße Quelle am Tor zum Grand Erg
Ein Palmenhain am Rand eines Dünenmeers, ein Becken mit warmem Wasser, in dem man mitten im Sand badet, ein vergessenes römisches Fort auf einem Hügel: Ksar Ghilane ist die erste echte Begegnung mit der Sahara ab Djerba.

- Ab Djerba
- ≈ 240 km
- Fahrzeit
- 3 h 30 – 4 h
- Empfohlene Dauer
- 1 Tag oder 1 Nacht
- Beste Reisezeit
- Oktober → Mai
Am Rand des Großen Östlichen Erg, dort wo die steinigen Pisten des Dahar abrupt dem Sand weichen, ist die Oase Ksar Ghilane das Wüstenziel Nummer eins ab Djerba. Man kommt wegen eines Bildes: ein Palmenhain, ein Becken mit warmem Wasser und gleich dahinter die ersten großen Dünen, die sich bis zum algerischen Horizont ausbreiten.
Warum Ksar Ghilane
- Die heiße Quelle: Lauwarmes Wasser (um 29 °C) sprudelt mitten im Palmenhain hervor und füllt ein Becken, in dem man mit Blick auf die Dünen badet. Es ist das ungewöhnlichste Erlebnis im tunesischen Süden, zu jeder Jahreszeit beliebt.
- Die Dünen: Ksar Ghilane markiert den Beginn des größten Dünenfeldes der Sahara. Zu Fuß, auf dem Dromedar oder mit dem Quad steigt man auf den ersten Kamm, und der Sand regiert.
- Das römische Fort Tisavar: einige Kilometer entfernt in den Dünen die Ruinen eines Garnisonsforts aus dem 2. Jahrhundert, ein Vorposten des römischen Limes. Man erreicht es mit dem Quad, auf dem Dromedar oder, für die Ehrgeizigsten, zu Fuß.
- Die Nacht unter den Sternen: Fern jeden Lichts ist der Himmel von Ksar Ghilane einer der reinsten Tunesiens. Hier finden unsere Biwaknächte statt.
Ein wenig Geschichte
Der Name stammt vom Ksar, dem befestigten Speicher, den man im ganzen Süden findet, und vom Stamm der Ghilane. Lange zuvor hatten die Römer hier das Fort Tisavar errichtet, um die saharische Grenze des Reiches zu überwachen: Ksar Ghilane war schon damals ein strategischer Wasserpunkt auf der Karawanenroute zwischen der Küste und der tiefen Wüste. Heute lebt die Oase vom Tourismus und von ihren Camps, die von sesshaft gewordenen Nomadenfamilien betrieben werden.
So verläuft der Besuch
Beim Tagesausflug führt die Tour über Matmata zuerst zur Oase: Baden in der Quelle, Dünen, Mittagessen, dann die Höhlenhäuser von Matmata und die Berberdörfer Tamezret und Toujane, mit Rückkehr nach Djerba am späten Nachmittag. Die Tour über Tataouine und Chenini startet früh am Morgen: Ksar Hadada, die Ksour von Tataouine und das Bergdorf Chenini, dann die Oase, ihre heiße Quelle und ihre Dünen, Mittagessen inklusive, mit Rückkehr nach Djerba am späten Nachmittag (etwa 10 Stunden unterwegs). Dromedarritt oder Quad sind optional und vor Ort buchbar. Beim 2-Tages-Angebot verbringt man den Abend im Camp: Abendessen und Übernachtung im Zelt unter Sternenhimmel, bevor es weitergeht.
Praktische Informationen
- Ab Djerba: etwa 240 km, 3 Std. 30 Min. bis 4 Std. Fahrt mit Stopps.
- Beste Reisezeit: Oktober bis Mai. Der Sommer ist sehr heiß (über 40 °C); die Winternächte im Zelt sind kalt, rechnen Sie mit einer Fleecejacke.
- Mitbringen: Badebekleidung, Handtuch, Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme, geschlossene Schuhe für Dünen und Fort.
- Vor Ort: Verleih von Quads und Dromedaren, Cafés, kleine Kunsthandwerksläden.
Unser Tipp
Wenn Sie nur einen Tag haben, wählen Sie die Variante über Tataouine und Chenini: Die Strecke ist spektakulärer, und Sie sehen vor den Dünen ein Berberdorf auf dem Berg. Die Variante über Matmata ergänzt dafür die Höhlenhäuser und die Dörfer Tamezret und Toujane. Wenn Sie vor Ort übernachten können, tun Sie es: Der Abend und der frühe Morgen auf den Dünen, ohne die Tagesbesucher, sind die beiden schönsten Momente von Ksar Ghilane.












